In der Klimaforschung findet die beste Wissenschaft am wenigsten Aufmerksamkeit

 

Es gibt zahlreiche Kritiker des IPCC, gerade auch in der Wissenschaft, in der angeblich Konsens herrscht. Ihre Kritik, ob an den Forschungsergebnissen oder an der Arbeitsweise des IPCC, findet sich in vielen Publikationen, übersichtlich und lesbar zusammengefasst etwa im Band Climate Change. The Facts (nicht zu verwechseln mit dem umstrittenen Dokumentarfilm von David Attenborough!). Eine Gruppe um den Atmosphärenphysiker Fred Singer leistet gar dieselbe Arbeit wie der IPCC: Sie sichtet mit ihrem Nongovernmental International Panel on Climate Change die Forschung und gibt dazu regelmässig wissenschaftliche Reports heraus – die aufgrund derselben Studien zu anderen Schlüssen kommen.

Wie der IPCC gegründet wurde und wie er vorgeht (oft nicht gemäss seinen öffentlich verkündeten Grundsätzen), zeigt die kanadische Journalistin Donna Laframboise mit ihrem Buch The Delinquent Teenager Who Was Mistaken for the World's Top Climate Expert und auf ihrem Blog nofrakkingconsensus.com. Und zu empfehlen ist auch die Geschichte des IPCC, die der britische Autor Christopher Booker für die Global Warming Policy Foundation geschrieben hat: Global Warming – A case study in groupthink.

Eine Diskussion von aktuellen Studien findet sich auf der Website Climate Etc. der amerikanischen Atmosphärenphysikerin Judith Curry. Und aufschlussreich sind auch ihre Referate in Kommissionen des US-Kongress, dem letzten Ort, wo bisher in Hearings mit paritätischer Besetzung eine offene Diskussion um die Klimaforschung stattfand. Neben Judith Curry traten dort regelmässig auch die Wissenschaftler John Christy, Roy Spencer und Roger Pielke jr. auf – davon ist aber nichts mehr zu finden, seit die Demokraten im Repräsentantenhaus die Macht übernommen haben und keine "Sonderlinge und Leugner" mehr auftreten lassen.

Vergleich von Modellvoraussagen und Temperaturmessungen nach Spencer 2013
Vergleich von Modellvoraussagen und Temperaturmessungen nach Spencer 2013

In Deutschland weisen Fritz Vahrenholt und Sebastian Lüning mit ihrer Website kaltesonne.de auf neue Studien hin, meist mit kritischen Anmerkungen. Und in der Schweiz setzt sich vor allem der Geologe Markus O. Häring mit der Klimaforschung als Grundlage der Energiepolitik auseinander, so in seinen Büchern Der 2'000-Watt-Irrtum. Wie das Drohszenario Klimaerwärmung die gesamte Energiepolitik fehlleitet und Sündenbock CO2. Plädoyer für ein lebenswichtiges Gas. Beide sind zur Lektüre zu empfehlen.