Die Erwärmung des Klimas führt zu mehr Naturkatastrophen

 

Eine Wissenschaft, die diesen Namen verdienen will, macht Voraussagen, die sich empirisch testen lassen. Daran herrscht in der Klimaforschung kein Mangel: Bei einer Klimaerwärmung drohen uns angeblich mehr Naturkatastrophen wie Felsstürze und Überschwemmungen, Starkregen und Dürren, bis hin zu Zeckenplagen.

Darum machen die Rückversicherer in diesem Bereich die besten Geschäfte: Sie fordern wegen der Umweltrisiken höhere Prämien, in den letzten Jahren gab es aber – entgegen dem Eindruck, den die Medien erwecken – weit unterdurchschnittliche Schäden aufgrund von Naturkatastrophen. Der Chefwissenschaftler und -lobbyist von Swiss Re, David Bresch, zeigte zwar in Referaten einen starken Anstieg der kumulierten Schäden. Allerdings führt das Kumulieren von Werten, die nicht negativ sein können, immer zu einem Anstieg... Für solche wissenschaftlichen Leistungen erhielt David Bresch einen Lehrstuhl an der ETH.

Was ist von den Katastrophen-Prognosen zu halten? Viele lassen sich zu unseren Lebzeiten nicht überprüfen – wohl aber liessen sie sich aufgrund der empirischen Daten testen, die uns aus den letzten 150 Jahren vorliegen. Doch das machen die Klimaforscher lieber nicht: Die Schweiz hat sich seit dem 19. Jahrhundert offiziell schon um 1,7 Grad erwärmt; die Zunahme der Katastrophen, zu der die Klimaerwärmung angeblich führt, lässt sich aber nicht feststellen. Die Forscher von MeteoSchweiz erkennen in ihren Daten keinerlei Tendenz, weder bei Unwettern noch bei Dürren.

Das ETH-Institut WSL führt eine Datenbank zu den Katastrophenschäden. 2018 stellten die Forscher fest: „Die Ergebnisse zeigen keinen statistisch signifikanten Anstieg der nominellen Schadensummen pro Jahr. Potenzielle Auswirkungen des Klimawandels auf die Schadensummen liessen sich deshalb nicht erkennen.“ Und 2009 meinten sie gar: „Da die meisten Wissenschaftler eine Zunahme der Schadenereignisse aufgrund des Klimawandels voraussagen, erscheint das Fehlen eines Trends in unseren Daten erstaunlich.“

Schadensummen von Naturkatastrophen in der Schweiz pro Jahr
Schadensummen von Naturkatastrophen in der Schweiz pro Jahr

Renommierte Wissenschaftler wollen deshalb von ihren eigenen Daten nichts mehr wissen, wie Christian Pfister, der Pionier der Klimageschichte. Er warnte im heissen Sommer 2018 vor „Extremen, die wir noch nie gesehen haben“. Und er verdrängte seine eigene Studie von 2000, in der er das Fazit zog: „Gesamthaft gesehen war die Belastung des 20. Jahrhunderts durch Dürresommer bemerkenswert gering, wie dies bereits für Naturkatastrophen (Lawinen, Überschwemmungen) festgestellt worden ist.“ Das 20. Jahrhundert sei deshalb ein „Gunstjahrhundert“.

Extremste Dürreperioden in der Schweiz seit 1500
Extremste Dürreperioden in der Schweiz seit 1500