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No Future an der ETH

 

Er heisst Zukunftsblog, aber treffender hiesse er No Future Blog. Denn die ETH schaltet in den Überlebensmodus. Guillaume Habert, Professor für nachhaltiges Bauen, und Alice Hertzog, Doktorandin am Transdisziplinaritätslabor des Departements Umweltsystemwissenschaften und an der Dozentur Soziologie des Departements Architektur (sorry, darunter geht es nicht), fordern: Doktorandin am Transdisziplinaritätslabor des Departements Umweltsystemwissenschaften und an der Dozentur Soziologie des Departements Architektur der ETH Zürich Doktorandin am Transdisziplinaritätslabor des Departements Umweltsystemwissenschaften und an der Dozentur Soziologie des Departements Architektur der ETH ZürichDoktorandin am Transdisziplinaritätslabor des Departements Umweltsystemwissenschaften und an der Dozentur Soziologie des Departements Architektur der ETH Zürich

Notre Dame soll nicht wiederaufgebaut werden. In Zeiten des Klimawandels und in der gegenwärtigen religiösen Landschaft hat der Wiederaufbau keine Priorität.

Denn in den nächsten zehn Jahren gehe es um die Zukunft der Menschheit, also nur um das nackte Überleben – ohne nationalen Mythos oder religiöse Transzendenz. Deshalb solle Notre Dame, "für die Ewigkeit gebaut, um Gott zu feiern, Heilige zu ehren und Könige zu krönen", nicht wiedererstehen:

Wenn wir an das Vermächtnis denken, das wir zukünftigen Generationen hinterlassen wollen, könnte die Lösung für einmal auch darin bestehen, nicht für die Ewigkeit zu bauen, sondern gar nicht zu bauen, die für den Bau notwendigen Metalle nicht zu verbrauchen und die entsprechenden Bäume im Wald stehen zu lassen.

Der Klimawandel werde unsere Lebensweise und unsere Umwelt radikal verändern, zitiert Guillaume Habert gegenüber einem Kommentator aus dem Buch Learning to die in the Anthropocene von Roy Scranton:

Wir sind daran, in ein neues Zeitalter einzutreten, und das kann beängstigend sein. Die Zeit nach einer Katastrophe kann jedoch der Moment sein, in dem wir akzeptieren können, Dinge loszulassen.

Der Leser fröstelt trotz Klimaerwärmung angesichts des Denkens, das an einer der führenden Hochschulen der Welt herrscht. Und fragt sich: Wozu überlebt eine Gesellschaft überhaupt, die nur noch überleben will?